22-14 Vollalarm_TH_Groß_Wasserrettung

Datum: 2. April 2014 
Alarmzeit: 11:52 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm_TH_Groß_Wasserrettung 
Dauer: 4 Stunden 15 Minuten 
Art: Vollalarm  
Einsatzort: Wattseite, Südlich höhe Flugplatz 
Fahrzeuge: HLF 20-20 , LF 20 KatS , LF 8 , MTF  
Weitere Kräfte: DGzRS , Feuerwehr Norden , Polizei , RTH Christoph 26 , Seaking Marine  


Einsatzbericht:

Am Mittwochvormittag 02.04.2014 ist im Watt zwischen Norddeich und Norderney ein Kleinflugzeug abgestürzt.

Der Pilot, der alleine in der Maschine saß, kam dabei ums Leben. Gegen 11.25 Uhr empfing der Norderneyer Seenotkreuzer “Bernhard Gruben” ein schwaches Notsignal.Über die Such- und Rettungsleitstelle (SAR) der Marine konnte ermittelt werden, dass ein Flugzeug von Emden auf dem Weg nach Norderney war und hätte längst dort ankommen müssen. Der DGzRS-Kreuzer lief sofort aus. Ebenso die Rettungsboote “Cassen Knigge” von Norddeich und “Elli Hoffman-Röser” von der Station auf Baltrum.

Die Feuerwehr Norderney und die Taucher der DLRG auf Norderney wurden um 11.52 Uhr alarmiert, wenig später dann auch die Freiwillige Feuerwehr Norden.

Da zunächst unklar war wo die Absturzstelle liegen könnte suchten die Einsatzkräfte die Küstenlinie ab, konnten wegen dichten Seenebels jedoch keine Beobachtungen machen. Im Hafen von Norddeich stand ein Frachtschiff der Reederei Norden Frisia in Bereitstellung, um gegebenenfalls weitere Rettungskräfte und Bergungsgerät vom Festland an die Absturzstelle zu bringen. Zunächst war unklar, ob es tatsächlich zu einem Absturz gekommen war oder ob das automatische Ortungssignal durch einen Defekt ausgelöst hatte. Das Mehrzweckboot der Norder Wehr machte sich ebenfalls im dichten Nebel auf den Weg ins Suchgebiet.

Zwei Rettungshubscharuber der Marine und des ADAC mussten ihren Einsatz wegen des extremen Nebels abbrechen. Sie gingen auf dem Flugplatz auf Norderney zur Landung.

Gegen 12.30 Uhr wurde das Wrack kopfüber im flachen Wasser liegend südlich des Inselflugplatzes entdeckt. Somit gab es Gewissheit über einen Absturz.

Der Tonnenleger “Lüttjeoog” war ebenfalls zur Absturzstelle gefahren und konnte das Wrack zügig bergen. Zunächst wurde es nach Norderney gebracht, wo die Feuerwehr Norderney die Leiche des Piloten aus dem Innenraum befreite. Anschließend brachte die “Lüttjeoog” die zerschellten Überreste des Flugzeuges nach Norddeich. Norderneyer Kameraden begleiteten den Transport während der Überfahrt zum Festland als Brandsicherheitswache.

Die Norder Feuerwehr unterstütze dann die Entladung, fing auslaufende Betriebsstoffe auf und stellte den Brandschutz beim abladen sicher.

Nachdem die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) noch im Norddeicher Osthafen die ersten Ermittlungen vorgenommen hatte, wurde das Flugzeug sichergestellt.

Die Feuerwehr Norderney konnte diesen sehr belastenden Einsatz gegen 16.00 Uhr beenden.


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