Krisenintervention

Jeder Einsatz von Hilfsorganisationen kann bei den Betroffenen oder den Einsatzkräften ungewünschte Abwehrreaktionen des Körpers auslösen, die durch Betreuung oder Nachsorge gemildert oder beseitigt werden können.

Diese Hilfe wird oftmals von hauptamtlichen Kräften gewährleistet, die den verschiedenen Kirchen in Deutschland angehören. Allerdings können diese Kräfte auch nur dann gerufen werden, wenn die Notwendigkeit dieser Hilfe erkannt wird.

Auch Einsatzkräfte der eingesetzten Organisationen können diese Gespräche führen, wenn diese mit den Grundlagen vertraut sind.

Nach mehreren Vertagungen wegen der eingeschränkten Versammlungsmöglichkeiten haben nun Einsatzkräfte von der Feuerwehr und der DLRG gemeinsam mit dem Ehepaar Fuhrmann und Pastor Stephan Bernhardt am Samstag ein Seminar durchgeführt, bei dem Referent Michael Randelhoff vom Bistum Osnabrück den Teilnehmern die Grundzüge der Krisenintervention erläuterte.

Nach einer Einführung in die Funktionen der Informationsverarbeitung im Gehirn konnten die Seminarteilnehmer an verschiedenen Einsatzszenarien die Fragen der Lagebeurteilung und die Systematik der Krisenbwältigung miteinander
bearbeiten und erproben. Dabei wurde das Augenmerk sowohl auf die Sichtweise der Betroffenen als auch auf die Reaktionen der Einsatzkräfte gelenkt. Der Seminarleiter verstand es dabei sehr gut, den Teilnehmern durch Fallbeispiele aus seiner eigenen Tätigkeit als Rettungssanitäter und Notfallseelsorger die Problematik nahe zu bringen.

Alle Teilnehmer wünschen sich eine weitere Vertiefung in diese Aufgabe. Es wird also an der weitergehenden Ausbildung geeigneter Kräfte gearbeitet und eine Möglichkeit erarbeitet, über die Einsatzkräfte hinaus einen kurzen Draht zu den hauptamtlichen Kräften einzurichten.

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