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Sprechfunk

Um sich mit anderen Einsatzkräften oder mit der Leitstelle unterhalten zu können, betreiben die Organisationen und Behörden mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ein eigenes Funknetz im analogen Bereich.
Es gibt zwei unterschiedliche Frequenzbereiche in denen die BOS funken dürfen.
Einmal im 4-Meter Bereich (Frequenzstandard, hat was mit der Wellenlänge der Funkstrahlen zu tun), für den Funkverkehr zwischen den Fahrzeugen und der Leitstelle.

 

 

Zum anderen im 2-Meter Bereich für den Funkverkehr unter den Einsatzkräften mit Handsprechfunkgeräten.
Norderney bildet mit den beiden Nachbarinseln Juist und Baltrum eine Ausnahme. Auf allen drei Inseln funken nicht nur die Handfunkgeräte, sondern auch die Fahrzeugfunkgeräte im 2-Meter Bereich.
Um dennoch mit der Leitstelle im anderen Frequenzbereich sprechen zu können ist auf dem Norderneyer Wasserturm eine Relaisstelle installiert.
Durch einen kurzen Tonruf aktiviert, empfängt es die Funkstrahlen auf der einen Seite, nehmen wir mal ein 2-Meter Funkgerät der Norderneyer und sendet sie dann im 4-Meter Bereich zur Leitstelle nach Aurich. Natürlich funktioniert das auch andersrum.
Wenn kein Bedarf besteht mit dem Festland zu sprechen bleibt das Relais im „Stand-by“ Modus und der Funkverkehr zwischen den Inseln und dem Festland ist getrennt.
Somit sind die drei Inseln bei größeren Einsätzen (z. B. Sturmfluten) in der Lage ungestört ihren Funkverkehr abzuwickeln.

Bis auf das HLF 16/12 und dem ELW sind alle Fahrzeuge noch mit alten Funkgeräten der Firma Bosch ausgerüstet.

 

 

Jedes Fahrzeug hat mittlerweile einen Funkhörer bekommen mit dem man Statusmeldungen abgeben kann (Funkmeldesystem FMS).

 

Die verschiedenen Nummern stehen für verschiedene „Zustände“ des Fahrzeuges.

Drückt man z. B. im HLF 16/12 (Funkruf Florentine 79-21) die Taste 3 sendet der
Hörer dann ein Kurztelegramm bestehend aus dem Status 3 und einem Code der
das Fahrzeug bezeichnet (79-21) zur Leitstelle, wo dann für dieses Beispiel „79-21, Ausfahrt“
im Bildschirm steht.

So kann man das „Eintreffen an der
Einsatzstelle“ (4),
das „nicht Einsatzbereit“(6) des Fahrzeuges, oder
das „Einsatzbereit auf der Wache“ (2)
ohne jegliche Belastung des Funkverkehres melden.

In den nächsten Jahren wird das Funknetz auf einen digitalen Standard umgerüstet.

Das digitale Funknetz bietet
zuverlässigeren Betrieb,
bessere Abhörsicherheit, sowie wesentlich
mehr Optionen.
Funktional gesehen ist es
vergleichbar mit den bestehenden
Handynetzen.

Da fast ganz Europa schon auf ein
digitales Funknetz umgerüstet
hat, wird Deutschland eines
der letzten Länder in Europa sein,
welches auf ein digitales Netz umgestellt wird...!!

 




 

©www.Feuerwehr Norderney.de 2006-2012

 

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